Was sind taktile Leitsysteme?

Taktile Leitsysteme sind mit dem Thema Barrierefreiheit auf den Plan getreten. In öffentlich zugänglichen Gebäuden, in Verkehrsräumen und Wohnungen wird seit Jahren daran gearbeitet, sehbehinderten Besuchern und Menschen mit körperlichen Beeinträchtigungen spezielle Hilfestellungen zu bieten, damit sie sich in den Räumichkeiten autonom orientieren und bewegen können. Durch barrierefreihe Zugänge, taktile Wegeleitsysteme und Ähnlichem soll damit die Gleichberechtigung aller Menschen erreicht werden.

Taktile Leitsysteme

Taktile Leitsysteme sind Informationselemente, durch die Menschen mit Beeinträchtigungen Orientierung erhalten. Zum Beispiel helfen Handlaufbeschriftugnen, Bodenindikatoren oder taktile Beschilderungen und Pläne aufgrund speziell entwickelter Schriftarten und Kontrasten den Weg zu ertasten.

Ein taktiles Leitsystem unterstützt die Wahrnehmung durch haptische Erfassbarkeit von Informationen. Taktile Pläne können wichtige Informationen aufgrund erhabener Schriften transportieren. Zum Beispiel sind Informationspunkte, Fluchtwege oder auch Grundrisse von Gebäuden in solchen Leitsystemen zu finden.

Taktile Türschilder

In diesem Zusammenhang sind taktile Türschilder etwas ganz besonderes. Durch den Einsatz von Profilschriften können Sehbehinderte und Blinde Informationen ertasten und sich unkompliziert und schnell in einem Gebäude zurechtfinden. In diesem Bereich gibt es Türschilder, Systemschilder, Fluchtwegbeschilderung oder andere Sonderanfertigungen, die der Barrierefreiheit und somit Gleichberechtigung dienen.

Ein Experte auf diesem Gebiet ist die Schilder Systeme GmbH mit Sitz im österreichischen Oberndorf. Dieses Unternehmen bietet taktile Türschilder und Leitsysteme, die mit Brailleschrift und Profilschrift versehen werden. Zudem werden die handlichen Schilder mit entspiegeltem Acrylglas oder taktil bedruckten Verbundplatten versehen. Ein Schutzlack versiegelt die tollen Schriften und schützt vor schneller Abnützung. Außerdem kann die Brailleschrift transparent gedruckt werden, sodass Sehende sie kaum erkennen. So wird ein und dasselbe Schild für Sehende als auch für Sehbehinderte nutzbar – wenn das mal nicht Barrierefreiheit und Gleichberechtigung bedeutet!

Ich finde diese taktilen Leitsysteme eine gute Sache, über die man Bescheid wissen sollte. Eine Übersicht und weitere Informationen rund um dieses wichtige Thema sowie eine Liste unterschiedlicher Schildersysteme finden Interessierte auf der Seite des Experten: www.schilder-systeme.com/de/taktile-leitsysteme.

Das kleine Wort „Aber“

„Aber“ – alles, was man vorher sagt, zählt nicht!

Für viele Menschen zählt dieses kleine Wort zum täglichen Sprachgebrauch und wird ständig eingesetzt. Was die wenigsten „Aber“-Nutzer wissen ist, dass in der Wahrnehmung des Gegenübers alles, was VOR dem Wort „Aber“ kommt, so gut wie keine Bedeutung hat. Man könnte sich also getrost alles sparen, was man sagt, wenn dann ein „Aber“ kommt!

Ein Beispiel aus dem Berufsleben kennen sicher viele von uns. Der Chef kommt an den Arbeitsplatz, bemüht um Diplomatie, und beginnt seine Rede mit „Diesen Auftrag haben Sie wunderbar erledigt, aber…“. Was passiert in diesem Moment in Ihrem Kopf? Ab dem Wort „Aber“ sind sie alarmiert und konzentrieren sich automatisch auf das, was kommt. Alles vorher wird unwichtig und vom Gehirn sofort zum Vergessen frei gegeben.

Auch wenn wir darum wissen und versuchen, rational mit Botschaften dieser Art umzugehen, emotional reagieren wir so, dass wir alles, was vor dem Wort „Aber“ gesagt wurde, ignorieren und unsere Sinne auf das fokussieren, was danach kommt. Und unsere Emotionen sind meist wesentlich stärker als unsere Ratio!

NLP Seminare: das „Aber“ verstehen

Was kann man machen, um sich gegenüber „Aber“ Botschaften besser zu wappnen? Und vor allem, was kann man machen, um sie selbst nicht mehr zu verwenden? „Die einfachste Möglichkeit ist, das Wort „Aber“ einfach durch das Wort „Und“ zu ersetzen“, erklärt Wiebke Lüth, die in ihren NLP-Seminaren Menschen zu einem bewussteren Umgang mit ihrer Sprache und so zu einer klareren Kommunikation führt, „damit wird nicht der Satzteil vor dem Wort relativiert, sondern eingebunden!“ Als Beispiel führt die NLP Expertin den Unterschied zwischen folgenden Sätzen an:

Während der Satz „Das war ein wunderbarer Abend, aber ich denke, wir haben uns zu viel vorgenommen!“ tendenziell die Emotion weckt, „oje, nun habe ich zu viel Programm vorbereitet, mein Gegenüber ist unzufrieden“, so wird der Satz „Das war ein wunderbarer Abend und ich denke, wir haben uns zu viel vorgenommen!“ tendenziell vermitteln „Ah, der Abend hat gefallen, es war ein wenig viel Programm, ich muss gestehen, mir geht es genauso“. Ein kleines Wort, ein großer Unterschied!

NLP Profi: „Sprache bestimmt unsere Emotionen“

Wiebke Lüth erklärt weiter: „Sprache beeinflusst nicht nur die emotionale Wahrnehmung unseres Gegenübers, sondern auch die von uns selbst! Immer wieder berichten uns die Teilnehmer und Teilnehmerinnen unserer NLP Seminare, dass der bewusstere und achtsamere Umgang mit der Sprache ihre Sicht der Welt verändert. Sie werden zufriedener und klarer!“.

Ja, man stelle sich ein Leben ohne „Aber“ vor. Das könnte in der Tat glücklicher machen!