Neues Wissen – das sollte man erklären können

Wissen Sie, was ein Travel Blogger ist? Wie man ein Buch im Eigenverlag publiziert? Warum Schreiben seit Jahrhunderten ein brotloser Beruf ist und was man dagegen unternehmen kann? Kennen Sie die größten Verlierer des 20. Jahrhunderts?

Wie bereits viele Generationen vor unserer ist es auch heute so, dass wir über 50-Jährigen oft wissenslos gegenüber bestimmten Themenbereichen stehen und dafür sattes Augenrollen ernten. Den Jungen sehen wir ihre Wissenslücken nach, immerhin sind sie ja noch jung. Aber vielleicht ist es auch an der Zeit, stolz auf unser vorhandenes Wissen zu sein und das ein oder andere Mal darauf hinzuweisen, was wir alles wissen.

Und dann dürfen wir uns im Gegenzug erklären lassen, wie „digital crowdfunding“ funktioniert, was eine „Coworking Community“ ist und wie wir in 20 Jahren wahrscheinlich leben und arbeiten werden. Das klingt für Sie so grundvernünftig wie für mich? Na, dann, ran ans Werk. Ich erkläre, was ich weiß und den Rest lassen wir uns einfach erklären!

Danke fürs Vorbeischauen!

Was ist ein Travel Blogger?

So komme ich doch gleich mal zum ersten in Aussicht gestellten Thema! Was ist ein Travel Blogger? Beginnen wir beim Wort „Blog“, das sich von „Weblog“ herleitet, also ein Logbuch im Internet. Die meisten Blogger legen dabei Ihre Themenwahl in eine bestimmte Richtung fest, bloggen also zum Beispiel über ihren Garten, ihre Erfahrungen als Mutter, ihren Weg aus einer Krankheit heraus oder über ihre Reisen.

Für Blogger gibt es Portale wie blogger oder blogspot, also Gemeinschaftsseiten, innerhalb derer man schreiben kann. Die Internetseite würde dann zum Beispiel heißen: gartenfreund.blogspot.com. Die meisten dieser Blogger Seiten erlauben nicht, dass man von seinen Bloggerseiten zu kommerziellen Seiten weglinkt, um Werbung zu vermeiden. Es soll nur um das geschriebene Wort des Einzelnen gehen, nicht um Geld verdienen. Doch mit Bloggen lässt sich tatsächlich Geld verdienen!

Menschen, die über ihre Reisen schreiben, also Travel Blogger sind, versuchen besonders häufig, von ihrem Blog zu leben oder dadurch ein Zusatzeinkommen zu generieren, denn sie sind viel und gern unterwegs und haben oftmals den Pfad der „8 to 5, Monday to Friday Erwerbstätigkeit“ verlassen. Dies gelingt über verschiedenste Methoden, zum Beispiel, in dem sie zu Events oder zu bestimmten Reisezielen eingeladen werden, indem man ihnen Geld bezahlt, damit sie eine bestimmte Location in ihrem Blog beschreiben, indem sie ihr Wissen an sich verkaufen oder indem sie mittels Crowdfunding Geld generieren, weil ihr Blog etwas ganz Besonderes verspricht. Wie das Geld verdienen mit einem Travel Blog funktioniert, wird zum Beispiel auf diesem Travel Blog erklärt.

Achja. Und wenn man seinen Blog tatsächlich kommerzialisieren will, dann nimmt man sich natürlich eine eigene url.

Lenzen – was bedeutet das?

Das bringt von neuem Wissen zu altem Wissen! Denn das wäre es doch, mit einem Schiff um die Welt segeln und das einfach dadurch zu finanzieren, dass man darüber berichtet! Das bringt dann neues und altes Wissen unter einen Hut, denn Travel Bloggen ist das Eine, Segeln das Andere. Aus der Welt der Schifffahrt stammt auch der Begriff „Lenzen“, der so gar nichts mit dem Frühling zu tun hat.

Lenzen bedeutet, aus der Fachsprache übersetzt, das Abpumpen von Wasser aus einem Wasserfahrzeug, und zwar jenes Wasser, das sich nicht nur bei einem Leck, sondern auch im normalen Betrieb im unteren Teil des Rumpfes, der Bilge, ansammelt. Darum wird die Pumpe, die das erledigt, auch Bilgepumpe genannt. Eine Bilgepumpe ist darauf ausgelegt, sehr große Mengen Wasser kontinuierlich abzupumpen, und nicht darauf, großen Druck aufzubauen.

Somit sorgt die Pumpe dafür, dass sich im Rumpf des Schiffes nicht zu viel Wasser sammelt, was zum einen die Schwimmeigenschaften auf Dauer erheblich eeinrächtigen würde, zum anderen auch im Rumpf befindliche Maschinen oder Waren gefährden könnte.

Der Begriff „Lenzen“ kommt übrigens vom niederdeutschen lens, das so viel wie leer bedeutet.

Wozu braucht man Elastomere?

Und vor allem: wozu sollte man das wissen?

Elastomere sind elastisch verformbare Kunststoffe, die aber trotz Verformbarkeit ihre Form behalten. Ein Beispiel dafür sind Autoreifen, Gummibänder oder – DREIMAL RATEN – Dichtungsringe! Naturkautschuk oder Silikonkautschuk, das sind zum Beispiel Elastomere. Warum ich das interessant finde? Nun, der so genannte „Glasübergangspunkt„, der hat es mir angetan. Und dieser befindet sich bei einem Elastomer unterhalb der Einsatztemperatur. Sprich, der Punkt, an dem der Kunststoff völlig aushärten würde, was er ja nicht tun soll, man stelle sich das bei einem Reifen vor, liegt temperaturmäßig UNTER der Einsatztemperatur.

Was an der Thematik weiter interessiert, ist für mich die Tatsache, dass Elastomere, wenn man oben Beschriebenes überdenkt, sehr empfindlich sind, was die Farbzugabe oder die Zugabe anderer Additive ist. Dies muss extrem genau erfolgen, da sonst die Qualität des Kunststoffes leidet oder gar nicht garantiert werden kann – wer denkt an sowas, wenn er sich ein grelloranges Gummiseil kauft?

Elastomere finden ihren Einsatz auch in der Medizintechnik und in vielen anderen Branchen, in denen auf eine besonders exakte Verarbeitung Wert gelegt wird. Und beim Autoreifen möchten wir das ja auch. Dass er exakt verarbeitet ist!

Ist Schreiben brotlos?

Seit Jahrhunderten sind sie die Verlierer, wenn es um Gewinn und Kapital geht, die Schriftsteller. Entweder Zeit ihres Lebens unerkannt, in einem brotlosen Beruf gefangen, der Ortslehrer, der nebenher Theaterstücke schreibt. Oder aber veröffentlicht und trotzdem schlecht bezahlt. Oder zu Lebzeiten nicht beachtet und nach dem Tod hoch gelobt und gut verkauft.  All das macht Schriftsteller, Dichter, Literaten, Autoren zu den gemeinhin als Verlierer betrachteten Gestalten. Die, die sich selbst verwirklichen und daran leider verarmen.

Warum ist das so? Nun, in Zeiten, in denen Bücher nicht auflagenstark in Einkaufszentren und Onlinehandlungen zum Verkauf angeboten wurden, waren Schriftsteller tatsächlich von Mentoren abhängig, die sie finanzierten. Bücher verkaufen und kaufen, das funktioniert ja frühestens seit dem Buchdruck, denn vorher waren Schriftstücke unbezahlbar.  Und heute? Heute gibt es einige verschiedene Weg, zu veröffentlichen. Die Schwierigkeiten dabei sind:

  1. Der Buchhandel schlägt 40% auf den Nettoverkaufspreis. Sprich, dem Verlag, wenn man bei einem Verlag ist, bleiben 60% und das sind bei einem Buchverkaufspreis von 20 Euro 12 Euro, um das Buch zu lektorieren, zu layouten, dem Buchhandel anzupreisen und zu vermarkten. Und natürlich, den Autor zu bezahlen. Für den bleiben dann, wenn er noch kein Bestsellerautor ist, zwischen 9% und 14% vom Nettoverkaufspreis. Wenn man also als Autor einen Verlag gefunden hat, und das ist schon mal gar nicht einfach, dann bekommt man Daumen mal Pi einen Euro pro Buch. Und das für eine Sache, an der man ein, zwei Jahre intensiv gearbeitet hat. Wird es kein Bestseller, was meistens der Fall ist, steigt man dann mit 2000 Euro aus. Wenn es gut gelaufen ist. Kein Wunder also, dass dieser Beruf nicht reich macht.
  2. Versucht man es ohne Verlag, fehlen einem die Kontakte zum Handel und die Marketingressourcen. Als einzelne Person muss man ziemlich viel können, um ein Buch selbst herauszugeben. Angefangen beim Layout, bei der Wahl einer guten und finanzierbaren Druckerei, bei den verschiedenen verwaltungtechnischen Dingen wie dem Eintrag in das Verzeichnis lieferbarer Bücher bis hin zur Preiskalkulation, dem Einstellen bei amazon (ohne geht leider nicht, sorry) und der Vermarktung ist da einiges zu tun. Hier braucht es dann ein kleines Wunder, um wirklich gut zu verkaufen.
  3. Man kann es natürlich auch als E-Book only versuchen und den Druck aussparen. Layouten muss man trotzdem und für ein E-Book bezahlen die Menschen weniger als für ein gedrucktes Buch.

Dann gibt es natürlich auch Autoren, die einen Brotberuf haben und nebenher schreiben, weil all das sich einfach nicht rechnet. Oder jene, die vom Schreiben leben, aber damit sie das tun können, auch Auftragsarbeiten annehmen oder besser gesagt, von den Auftragsarbeiten leben und die Bücher in ihrer Freizeit schreiben.

Das alles sind Gründe und Voraussetzungen für das finanziell eher düstere Leben von Autoren. Trotzdem gibt es immer die Chance, den Durchbruch zu schaffen – und dann macht die Auflage den Umsatz und somit auch den Verdienst. Aufgeben sollte man also keinesfalls, wenn man den Beruf Schriftsteller als den Traumberuf gewählt hat!